Wird Zeit für was neues.
Jetzt wo Frank schon soviel an der Perle ausgetauscht hat? Jetzt wo ich weiss was in nächster alles *nicht* kaputtgehen wird? Nee Nee. Er soll beim nächsten Besuch mal kräftig überall rütteln. Was dann einfach so abfällt wird ersetzt, und dann ist die Pearl fast wie ein Neuwagen.
Ein bisschen Manöverkritik möchte ich noch zum Besten geben.
Das Gelände fand ich Klasse, besser als im Hunsrück vom Freiraum her und die Höhenunterschiede ergeben besondere Möglichkeiten. Der Regen kam genau richtig zur Bewässerung des sonst trockenen kleinen Kurven-Parcours, das Abfahren dieser Strecke fand ich daher besonders geil weil man schnell im Grenzbereich war und darauf reagieren konnte. Und natürlich weil der Trainer vor bzw hinter einem hergefahren ist und man dadurch lernen konnte, es ihm einfach nachzumachen (wenn er vor einem war), bzw auf seine Hinweise bei Fahrfehlern zu achten (wenn er hinter einem war).
Andere Sachen waren nicht so doll. Der Trainer hatte die Rüttelplatten wohl ständig auf volle Pulle gedreht, die haben ausgeschlagen wie ein Esel auf Ekstasy, ich habe den Wagen nicht einmal auch nur ansatzweise fangen können, egal wie schnell ich fuhr oder reagierte. So lernt man aber doch nix ausser: da drehe ich mich halt. Dazu passten auch seine teils seltsam philosophischen Sprüche wie "ich bringe ihnen nicht bei besser zu fahren sondern ich bringe ihnen bei was sie alles nicht können". Ja super, dafür bezahle ich ihn aber doch nicht. Ebensowenig verstehe ich warum wir beim Drifttraining auf der Kreisbahn nicht erstmal auf der Gleitfläche das Prinzip geübt haben statt uns gleich auf dem grossen Asphaltbogen zu versuchen (sogar sein Kollege ging erstmal davon aus dass wir die Gleitbahn nutzen und dass die Fortgeschrittenen es dann mal aussen probieren können). Auch da habe ich leider nichts lernen können, die nagelneuen Hinterreifen haben den Wagen jedesmal brutal über die älteren Vorderreifen vorangeschoben, Lastwechsel hin und Gasstoss her, im Hunsrück habe ich den Wagen wenigstens mal Karussell drehen lassen, aber diesmal ging da gar nix.

Dazu kamen recht lange "Laberpausen" bei jeder Übung, in denen der Trainer seine Anekdoten zum Besten gab. Zum Labern kann er ja gerne mal auf den Stammtisch kommen, aber doch nicht beim Training.
Mein Resumee: Es hat mir in Gesellschaft des PCRM wie immer viel Spass gemacht was zu unternehmen!

Dazugelernt habe ich aber nicht sehr viel (ausser auf dem geführten kleinen Parcours mit Bremsung im Gefälle vor der Kurve). Nochmal würde ich ein ähnliches Event daher nicht buchen. Für ein ganztägiges Fahrsicherheitstraining für Fortgeschrittene war mir das zu dünn, da hätten mir 2 Stunden effektives Training aus der ganzen Veranstaltung genügt. Ein geführtes Fahren mit guten Coaches auf einer Rundstrecke könnte ich mir für die Zukunft vorstellen, wenn nicht utopische Preise aufgerufen werden.
Und Driften? Hört mir auf...

Auf Schnee mal rumschliddern, ja gerne, mache ich immer wieder wenn welcher liegt. Aber auf Asphalt (auch wenn er nass ist) nee wozu denn. Das gucke ich mir lieber an wenn Profis das machen. Übrigens wusste unser Trainer nicht den Namen seines "guten Bekannten" Keiichi Tsuchiya als ich ihn danach fragte, wer denn der "Bruce Lee des Driftens in Japan" sei, den er so gut kennt. Er kannte ihn nur als "Drift King" .

Er mag ja ein guter Fahrer sein, aber als Coach hat er mich nicht immer überzeugt.